Strafrecht

Im Rahmen strafrechtlicher Mandate vertritt Herr Senkpeil Ihre Interessen bundesweit in allen Streitigkeiten im Bereich des Straf- und Ordnungswidrigkeitenrechts bzw. Bußgeldrechts. Ein Strafverfahren ist zumeist mit einer hohen psychische Belastung verbunden. Bereits im Ermittlungsverfahren besteht jedoch bereits die Möglichkeit, im Rahmen der strafprozessualen Möglichkeiten positiv auf das Verfahren Einfluss zu nehmen, um ggfs. die Einstellung des Verfahrens zu erreichen. Im Falle der Anklageerhebung verteidigt Herr Senkpeil ebenfalls ohne Vorbehalt und steht Ihnen als rechtlicher Fürsprecher zur Seite.

 

Grundsätzlich gilt, dass Sie im Rahmen straf- oder ordnungswidrigkeitenrechtlicher Ermittlungen gegen Sie umgehend einen Strafverteidiger Ihrer Wahl aussuchen sollten, um eine bestmögliche Verteidigung zu erreichen.

 

Im Rahmen der sogenannten Nebenklage bietet die Strafprozessordnung u.a. die Möglichkeit als Opfer einer Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung (§ 174 - 182 StGB), Delikten gegen die körperliche Unversehrtheit in Form von Körperverletzung (§ 223 - 226a StGB), Körperverletzung im Amt, Totschlag/Mord, Delikten gegen die die persönliche Freiheit, Maßnahmen im Rahmen des Gewaltschutzes sowie des "Stalkings", aktiv am Strafverfahren teilzunehmen. Die gleiche Befugnis steht weiter Personen zu, deren Kinder, Eltern, Geschwister, Ehegatten oder Lebensparter durch eine rechtswidrige Tat getötet wurden.

 

Mit der sog. Anschlusserklärung schließt sich der Nebenkläger einer Anklage der Staatsanwaltschaft an, d.h. eine eigene Klageerhebung ist nicht möglich noch nötig.

 

Der Nebenkläger stehen hierdurch weitgehende Befugnisse zu, um Einfluss auf das Strafverfahren nehmen zu können, z.B.

 

  • Akteneinsichtnahme über einen Rechtsanwalt
  • Anwesenheit in der Hauptverhandlung, auch wenn er als Zeuge aussagen soll
  • Befangenheitsanträge gegen Richter und/oder Sachverständige
  • Beweisantragsrecht
  • Fragerecht gegenüber Angeklagten, Zeugen, Sachverständigen
  • Beanstandung unzulässiger Fragen der übrigen Verfahrensteilnehmer
  • Antragsrecht auf Ausschluss bei eigener Vernehmung in Eigenschaft als Zeuge in bestimmten Fällen
  • Antragsrecht auf Ausschluss der Öffentlichkeit in bestimmten Fällen
  • Rechtsmittelbefugnis in Form von Berufung oder Revision gegen das Urteil

 

Die Kosten können bei bestimmten Nebenklagedelikten der Staatskasse auferlegt werden. Das kann zum Beispiel bei Opfern von Sexualdelikten, versuchten Tötungsdelikten oder den Angehörigen eines Getöteten der Fall sein – auch Opfer einer Nachstellung oder von Raubdelikten können darunter fallen. Damit soll sichergestellt werden, dass der Nebenkläger in jedem Falle seine Kosten erstattet bekommt und nicht wegen der Zahlungsfähigkeit des Angeklagten leer ausgeht. In anderen Fällen kann Prozesskostenhilfe gewährt werden, vgl. § 397a StPO. Ist allerdings der Rechtsanwalt nicht durch das Gericht beigeordnet worden, dann werden bei einer Verurteilung dem Angeklagten die Kosten der Nebenklage auferlegt. Wird das Verfahren gegen den Angeklagten eingestellt, können ihm aus Billigkeitsgesichtspunkten gleichwohl die Kosten der Nebenklage auferlegt werden, vgl. § 472 StPO. Bei einem Freispruch sind die Kosten jedoch vom Nebenkläger selbst zu tragen.

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