Wie begegnet die Bundesregierung Personalengpässen in den systemrelevanten Berufen?

 

Durch die Corona-Krise besteht ein besonders hoher Bedarf an medizinischem Personal. Aber auch in anderen systemrelevanten Bereichen kann es zu Personalengpässen aufgrund von Erkrankungen oder Quarantäneanordnungen kommen. Deshalb erleichtert die Bundesregierung Rentnerinnen und Rentnern die Weiterarbeit oder die Wiederaufnahme einer Beschäftigung. Die jährliche Hinzuverdienstgrenze ist vorübergehend von 6300 Euro auf 44.590 Euro angehoben. Mit dem Sozialschutz-Paket wurden die Hinzuverdienstmöglichkeiten für Kurzarbeiter vergrößert. Mit dem Sozialschutz-Paket II hat die Bundsregierung die Beschränkungen auf systemrelevante Bereiche aufgehoben. Doch es gilt weiterhin: Wer während der Kurzarbeit eine Beschäftigung aufnimmt, kann bis zur vollen Höhe seines bisherigen Monatseinkommens hinzuverdienen. Das verdiente Entgelt wird nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet. Um die Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten, hat die Bundesregierung die Möglichkeit geschaffen, bundeseinheitliche Ausnahmen vom Arbeitszeitgesetz zu erfassen. So sollen während der Pandemie insbesondere das Gesundheitswesen, die Daseinsvorsorge, aber auch die öffentliche Sicherheit und Ordnung aufrechterhalten werden. 

 

Wie unterstützt die Bundesregierung Landwirte bei der Suche nach Arbeitskräften?

 

Saisonarbeitskräfte aus den EU-Mitgliedstaaten und den assoziierten Schengen-Staaten können seit dem 16.06.2020 auf dem Landweg als auch mit dem Flugzeug ohne die bisherigen Beschränkungen nach Deutschland einreisen. Die Auflagen für den Gesundheits-, Arbeits- und Infektionsschutz wurden angepasst. 

 

 

 

Julian Senkpeil
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